Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien leisten einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele. Deutschland ist Vorreiter auf dem Gebiet der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien. Vor allem durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) konnte der Anteil an der Stromerzeugung 2007 auf rund 14% gesteigert werden. Für den Wärmemarkt wurde am 07.08.2008 das Erneuerbare Energien Wärme Gesetz (EEWärmeG) verabschiedet, mit dem Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmemarkt auf 14% bis 2020 zu steigern.
Im Zuge der technologischen Entwicklung konnten bisher vor allem bei der Wind- und Solarenergie die Stromgestehungskosten aufgrund von Skaleneffekten deutlich gesenkt werden. Der Anstieg der Brennstoff- und CO2-Preise führt zudem dazu, dass der Strompreis am Großhandelsmarkt immer häufiger über der gesetzlichen EEG-Vergütung von Onshore-Windenergieanlagen liegt. Dies ermöglicht den Anlagenbetreibern über die Direktvermarktung der Windstrommengen erhöhte Ertragspotenziale und schafft somit über das EEG hinausgehende Anreize für einen verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien.
Aus dem immer bedeutender werdenden Anteil regenerativen Stroms resultieren immense Herausforderungen an den Stromhandel und -vertrieb. Daher muss mit der Direktvermarktung der EEG-Strommengen auch die Abschaffung des ineffizienten, intransparenten und teuren EEG-Mengenwälzungsprozesses einhergehen. Die gesetzlichen und technischen Voraussetzungen dafür werden derzeit geschaffen.
Aufgrund des Beitrages zum Klimaschutz, der geringen Anlagengrößen und Investitionen sowie ihrer Dezentralität stellt die Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien gerade für kleinere Unternehmen und Stadtwerke eine ernstzunehmende Alternative zum Einsatz fossiler Energieträger in zentralen Großkraftwerken dar. In einem strukturierten Strombeschaffungs- und Erzeugungsportfolio sollten erneuerbare Energien daher auf keinen Fall fehlen.
Gleichzeitig stellen die Besonderheiten der Nutzung erneuerbarer Energien die Unternehmen der Energiewirtschaft vor erhebliche Herausforderungen: stochastische Einspeisung mit der Folge eines erhöhten Regel- und Ausgleichsenergiebedarfs, Kalkulations- und Kostenrisiken im Energievertrieb aufgrund von Prognoseabweichungen und mangelhafter Transparenz.










