Herausforderungen an Kraftwerke im deutschen Energiemarkt
Der europäische Kraftwerkspark ist überaltert. Eine Vielzahl von Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen nähert sich dem Ende ihrer Lebensdauer. Allein in Deutschland besteht aufgrund des gleichzeitigen Ausstieges aus der Kernenergie ein Ersatzbedarf von neuen Kapazitäten von über 40.000 MW bis zum Jahr 2020.
Gleichzeitig schaffen die Klimaschutzziele, das Emissionshandelssystem und der starke Ausbau der erneuerbaren Energien neue Rahmenbedingungen im Stromerzeugungssektor und bringen viele Unsicherheiten zur zukünftigen Marktstruktur.
Beides, der erhebliche Bedarf an neuen Kraftwerkskapazitäten in Verbindung mit dem erforderlichen Ausbau des Stromnetzes sowie die Klimaschutz- und Emissionsminderungsziele Deutschlands und der EU stellen die deutsche Energiewirtschaft vor gewaltige Herausforderungen. Gerade in der Meisterung dieser Herausforderungen liegen jedoch auch viele Chancen für alle Marktteilnehmer.
Die nächsten Jahre bieten die Möglichkeit, das bestehende Erzeugungsoligopol in Deutschland aufzubrechen und mehr Wettbewerb im Stromerzeugungssektor zu schaffen. Welcher Energieträger und welche Technologie in Zukunft die wirtschaftlichste Option darstellt, ist von vielen Faktoren abhängig und derzeit vollkommen offen.
Die bestehenden Herausforderungen und Unsicherheiten verlangen daher nach einer Strategie zur Strukturierung des Erzeugungsportfolios, welches die vorhandenen Risiken bestmöglich diversifiziert: eine Kombination aus erneuerbaren Energien, Erdgas und Steinkohle.










