Ben Schlemmermeier und Kollegen betrachten in diesem EXPLORER spezial die Marktsituation in Erzeugung und Handel und analysieren die wesentlichen Treiber für die weitere Preisentwicklung.
Fünf Jahre Rücksprung: blutige Zeiten für Stromerzeuger stehen bevor
Die hohe Wettbewerbsintensität, verursacht durch wachsende Überkapazitäten in der Stromerzeugung, eine über Erdgas-GuD- und Steinkohlekraftwerke hinweggehend sehr flache Merit-Order und verändertes Marktverhalten der Akteure, hat das Strompreisniveau auf das Niveau des Jahres 2005 zurückfallen lassen. Der Marktausblick 2011 und 2012 zeigt seitwärts. Eine Erholung der Strompreise ist dann zu erwarten, wenn in erheblichem Umfang Kraftwerkskapazitäten stillgelegt werden, die Rohstoffpreise nachhaltig steigen und deshalb die Käufer aus Sorge um steigende Preise auf den Terminmärkten wieder "long" gehen. Erst im Verlauf eines nachhaltigen Preisanstiegs ist auch mit einer Erholung der Erzeugermargen zu rechnen. Aus Sicht der Erzeuger besteht das Restrisiko, dass sich die Margen trotzdem nicht erholen und ein ordnungspolitischer Eingriff notwendig wird, um nachhaltige Investitionsanreize setzende Margen zu ermöglichen. Drei fundamentale Faktoren treiben die Strompreise: Brennstoffpreise, Preise für CO2-Zertifikate (EUA) und die Wettbewerbsintensität.
Den vollständigen EXPLORER spezial können Sie hier herunterladen.