Messen und Zählen
Die Liberalisierung des Messwesens, die mit der EnWG-Novelle und der Einführung der MessZV im Herbst 2008 eingeläutet wurde, stellt Energieversorger vor große Herausforderungen: Sie müssen sich durch eigene Analysen und Konzepte in die Lage versetzen, ab dem 01.01.2010 die gesetzlichen Anforderungen im Messwesen zu erfüllen und zugleich die Chancen der weiteren Marktentwicklung zu nutzen.
Die Stromerzeugung und das Energiesystem insgesamt werden sich in den nächsten Jahren stark verändern. Eine ökologische, sichere und kostengünstige Versorgung wird in der Zukunft nur möglich sein, wenn sich der Bedarf an das volatile Aufkommen der Erzeugung anpasst. Smart Metering kann durch seine Potenziale zur Lastverlagerung und Effizienzsteigerung ein Kernbaustein dafür sein, dies umzusetzen.
Für Netzbetreiber als Messstellenbetreiber entstehen unternehmerische Risiken, die nicht über die regulierten Erlöse gedeckt werden können. Neue Akteure treten in das Geschäftsfeld Messstellenbetrieb und Messdienstleistung ein und erzeugen einen dynamischen Wettbewerb.
Im Laufe des Jahres 2010 sind Fristen und Anforderungen aus EnWG, MessZV und erwarteten Festlegungen der Bundesnetzagentur umzusetzen. Hierfür sind funktionierende technologische Lösungen zu erarbeiten.
Zugleich bietet Smart Metering neue Geschäftschancen, besonders für Energievertriebe und Messdienstleister. Elektronische Zähler ermöglichen Effizienzsteigerungen in zahlreichen Prozessen und bieten Vertrieben die Chance, innovative Tarife und Produkte zu entwickeln. Unabhängige Messdienstleister können durch Größe und die Beherrschung des komplexen Datenmanagements wettbewerbsfähige Preise und Leistungen anbieten.










