Etwa ein Drittel prüft zumindest gelegentlich einen Wechsel des Stromversorgers (30%), einen Wechsel des Gasversorgers ziehen nur 26% in Betracht, so der Monitor des Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas). Die große Mehrheit bleibe trotz Einsparpotenzialen bei ihrem angestammten Anbieter.
Die Gründe für die eher gering ausgeprägte Wechselbereitschaft der Bundesbürger seien vielschichtig. Neben dem Aufwand und der zu geringen Kostenersparnis erwarteten viele bei einem Wechsel des Energieversorgers technische Pannen. Fast ein Drittel befürchte, nach einem Wechsel aufgrund von Pannen möglicherweise ohne Strom oder Heizung dazustehen. Bei der Generation ab 65 Jahre teilen sogar 44% diese Sorge. Hinzu käme eine weit verbreitete Skepsis gegenüber der Angebotslandschaft. Nach den Ergebnissen der Studie schrecken die vielfach als kompliziert empfundenen Angebote und Tarife ab. 60% der Befragten beurteilten diese als nicht kundenfreundlich.