Netzplanung mit INFRA|analytics


Schnelles Internet ist ein Grundbedürfnis der MenschenDie Corona-Krise hat im Zeitraffer die Welt verändert. Es ist ein erlebter Quantensprung der Digitalisierung, ob in Schule, Arbeitswelt oder im privaten Miteinander. Dabei plagen sich die Menschen mit Mängeln und haben die große Sehnsucht, dass sich dies schnell ändere. Grundvoraussetzung dafür ist ein flächendeckendes, gigabitfähiges, glasfaserbasiertes Breitbandnetz, das die symmetrischen Datenübertragungsraten, welche die Menschen benötigen, uneingeschränkt bietet.

Neue Förderrichtlinie des Bundes weitet Förderung ausSeit diesem Montag (26.04.2021) wurde die Förderung des Glasfaserausbaus vom Bund deutlich ausgeweitet. Erstmals können Kommunen oder Landkreise in ganz Deutschland eine Förderung vom Bund für den Glasfaserausbau in so genannten „Grauen Flecken“, also Gebieten mit einer Internetversorgung von weniger als 100 Mbit/s, beantragen. Zuvor waren nur „weiße Flecken“ mit einer Versorgung unter 30 Mbit/s förderfähig.

Weitere wesentliche Neuerungen der Förderbedingungen:

  • besonders wichtige Anschlüsse (z.B. Schulen, Krankenhäuser, KMU, Gewerbegebiete) bleiben auch oberhalb der Aufgreifschwelle von 100 Mbit/s förderfähig
  • Erhöhung der maximalen Fördersumme von 30 auf 150 Mio. Euro je Projekt
  • Erhöhung der Förderung für Beratungsleistungen für Landkreise, die vor dem eigentlichen Ausbauprojekt stattfinden (Ziel: ressourcen- und kosteneffiziente Realisierung) auf 200.000 Euro
  • Begrenzung der Förderung bei schwer erschließbaren Einzellagen
  • Verschärfung des Rückforderungsmechanismus

Das branchenweit erwartete Förderprogramm wird dem Breitbandausbau einen stark benötigten Schub verschaffen.

Bedarfsanalyse und Ausbauplanung auf INFRA|analytics als Grundlage für Förderanträge
LBD unterstützt Kommunen und Landkreise bei der Vorbereitung von Breitbandausbauprojekten – vollständig digital und automatisiert auf unserer Plattform INFRA|analytics. Wir haben einen Algorithmus entwickelt, der ausgehend vom Gebäudebestand und der bestehenden Versorgungsituation mit Glasfaser den Ausbaubedarf bis hin zu einer FTTB-Vollversorgung ermittelt. Aus Kostensicht wird mittels KI ein optimales Referenznetz berechnet. Dabei werden die Vorgaben aus dem zum Bundesförderprogramm passenden Materialkonzept 4.1 des BMVIs berücksichtigt. Zudem integrieren wir Synergiepotenziale aus bestehenden Leerrohrsystemen, Kabelkanälen und Mitverlegung mit anderen Infrastrukturen (z.B. Strom und Gas). Das Referenznetz mit seinen technischen Mengengerüsten stellen wir auf INFRA|analytics geovisualisiert dar. Von diesen Mengengerüsten ausgehend ermitteln wir die Wirtschaftlichkeit mit und ohne Förderung (z.B. in Gebieten die mit HFC-Netzen ausgestattet sind), auf den verschiedenen Netzebenen (z.B. Netzverteiler bis Kunden bzw. PoP bis Kunde). Hinterlegte Parameter können individuell angepasst werden. Sämtliche Informationen zur wirtschaftlichen Beurteilung einer Ausbauplanung – Investitionen, Eigen- und Fördermittel, Rendite und weitere KPIs – sind ebenfalls auf INFRA|analytics ersichtlich.

Visualisierung auf INFRA|analytics: per Algorithmus erzeugtes Referenznetz, mit Auswertung auf Ebene eines Netzverteilers (NvT)

Die Ausbauplanungen können als Grundlage für einen Antrag im Bundesförderprogramm verwendet werden oder als strategische Entscheidungsgrundlage zur Priorisierung verschiedener Ausbauvorhaben dienen.

Ansprechpartner: Max Staib Ramalho.